vom 10.01.2011

Ruth&Tom /// 07.01.2011 – a flipping brilliant jolly good fancy English wedding…

I love the way you can see Ruth and Tom conecting in this photo… it’s the natural way they are.

The father of the bride taking his beautiful daughter Ruth to church… notice the colours of the flowers in red, yellow and green that correspond to the Senegalese flag.

 

This is just an appetizer…

Die landesüblichen Reden waren natürlich in der traditionel britischen Reihenfolge. Dem Vater der Braut ist die erste Rede vorbehalten. Natürlich ist deren Inhalt sein Stolz auf seine Tochter und seine Freude über seinen dazugewonnenen Schwiegersohn. Ein paar gute väterliche Ratschläge für den weiteren Lebensweg und die Beteuerung das Glück seiner Tochter nun der Verantwortung ihres Gatten zu übergeben. Die Gäste tupfen sich die Tränen aus den Augenwinkeln und pflichten dem Toast auf das Brautpaar bei.

Als Antwort darauf hält der Bräutigam die zweite Rede. Er bedankt sich in aller Form für die Hand seiner Angetrauten,  für die Unterstützung der Eltern beim Ausrichten des Hochzeitsfestes und bei allen erdenklichen Leuten, die irgendwie dazu beigetragen haben, diesen Tag zum schönsten Tag ihres Lebens zu machen. Der Kernpunkt seiner Rede ist zweifelsohne die öffentliche Liebeserklärung an die Braut, ihr zu sagen wie wunderschön sie aussieht und sein Versprechen ihr ein guter Ehemann zu sein. Das alles nicht ohne Shakespeare aus einem seiner Liebesgedichte zu zitieren und ein paar Anekdoten über ihre Liebesgeschichte zum besten zu geben… die Zuhörer wollen ja auch ein paar interessante Details erfahren – etwa über den ersten Kuss und dass sein unbeholfener Versuch nicht so ganz klappte und sie ihm schüchtern auswich um im Endeffekt die Initiative zu ergreifen und ihn zu küssen. Zu guter letzt ein Toast auf die Trauzeugen.

Darauf hin durfte der Trauzeuge die dritte Rede halten. In diesem Fall gab es jedoch zwei. Der erste fing an zu reden und meinte die beiden Trauzeugen wären sich nicht einig gewesen, wem die hohe Ehre diese Rede zu halten zuteil kommen sollte und dass ihnen nichts besseres einfiel als darauf eine Münze zu werfen. Glücklicherweise sagte er Zahl und war somit erleichtert, dass die Münze mit dem Kopf nach oben landete. Nun denn… er reichte das Mikro weiter und die Zuhörer hörten nun amüsiert dem zweiten Trauzeugen zu, der in großen Worten den Bräutigam beschrieb: “Verantwortungsbewußt, edelmütig, pünktlich, … alles Wörter mit dem man ihn NICHT beschreiben könnte. Nein er hätte den Bräutigam davon überzeugen müssen, dass gestern seine Hochzeit wäre, damit er heute rechtzeitig erscheinen würde…” Dem Trauzeugen ist es erlaubt den Bräutigam ein wenig durch den Kakao zu ziehen und seine Marotten auf’s Korn zu nehmen um für ein wenig Gelächter bei den Zuhören zu sorgen. Tatsächlich haben einige Tränen gelacht. Seine Pflicht ist es auch den Brautführerinnen ein Kompliment für ihr gutes Aussehen zu machen und alle applaudieren zu lassen. Alles in Allem waren es drei sehr originelle und wunderbare Reden. Ich wünschte wir hätten so eine Tradition in Deutschland…

Man stelle sich fröhliche “Braveheart” Tanzmusik dazu vor… natürlich wollten wieder alle mit meiner blonden Schwester tanzen. Spass hatte jedenfalls nicht nur sie! Der “Ceilidh” war jedenfalls absolut genial!

 

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